...zunächst
der Selbstverständlichkeit, mit der meine Eltern und Großeltern
ihren Glauben praktiziert haben - äußerlich und innerlich: wie
sie gebetet haben, zu den Mahlzeiten, beim Angelus auf dem Feld,
an den Särgen, in denen die Verstorbenen zu Hause bis zur
Beerdigung lagen, in Messen und Andachten; und: wie sie in ihrem
Leben und dem Leben in Dorf und Natur Gott am Werk gesehen
haben. Wenn ich es recht bedenke, habe ich bis in meine späten
Kinderjahre hinein die Ehrfurcht vor Gott für etwas Angeborenes
gehalten, so sehr gehörten ihre Zeichen zum Alltag:
Kreuzzeichen, Weihwasser, Kniebeuge, Verneigung, den Hut bzw.
Mütze abnehmen, ein Ave oder Ehre sei dem Vater.
Ohne all das wären Religionsunterricht und kirchliche
Verkündigung vermutlich nicht bei mir angekommen. |